Montag, 11. Juni 2012

Teil 2 - Einzelne Teile des Gesichts, 7./14. und 21.5

Am 30. April haben wir den Kurs wegen des Feiertags zum 1. Mai ausfallen lassen (Brückentag). Den Termin werden wir zum Ende des Kurses wie mittlerweile üblich mit einer Ausstellung der entstandenen Arbeiten nachholen.


7.5.12 - Profil II, Platzierung von Auge, Nase Mund und Ohr



Folgende Folien habe ich am 7.5.12 vorgestellt:
(Zum Vergrössern bitte auf die jeweilige Abbildung klicken!)
Für eilige Leser reichen die Informationen auf den Präsentationsfolien. 
Ich werde es künftig so halten, dass ich meine Unterrichtsfolien zu jedem Kapitel gleich nach dem Unterricht hier veröffentliche und dann im Laufe der Woche mit weiteren Texten und Links versehe. 
Wer keine Zeit und Geduld für die Erläuterungen hat, kann sich nur mit den Folien allein einen schnellen Überblick verschaffen.
















14.5.12 -  Auge


Folgende Folien habe ich am 14.5.12 vorgestellt:
(Zum Vergrössern bitte auf die jeweilige Abbildung klicken!)
Für eilige Leser reichen die Informationen auf den Präsentationsfolien. 
Ich werde es künftig so halten, dass ich meine Unterrichtsfolien zu jedem Kapitel gleich nach dem Unterricht hier veröffentliche und dann im Laufe der Woche mit weiteren Texten und Links versehe. 
Wer keine Zeit und Geduld für die Erläuterungen hat, kann sich nur mit den Folien allein einen schnellen Überblick verschaffen.













Ein bisschen Eigenwerbung muss ja sein, ausserdem dürfen die Teilnehmer des Kurses gerne wissen, dass ich das auch alles wirklich (einigermassen) kann, was ich da behaupte ;-) 
Deshalb heute (und ab und zu) mal ein Scan aus meinemm Skizzenbuch!
(Feder und Tusche, Papier, ca 15x18 cm)

Die Zeichnung entstand nach Spiegelbild und (Halb-)Blindzeichung mit Bleistift, die ich mit der Feder und mit feinen Tuschtexturen ausdeutete. Nicht ganz so eilig wie in der Demo am Abend, klar - es ist schon etwas anderes, vor den Augen anderer zu zeichnen. Aber die Idee sollte klar geworden sein: Die Methode der Blindzeichnung ist sehr produktiv, wenn sie auf zunehmendes Wissen stösst, d.h. der Zeichner versucht ein Wechselspiel aus präziser seismografischer Beobachtung, bei der das Auge am Modell bleibt, während die Hand nur protokolliert. Dann aber kontrolliert man die proportionalen Zusammenhänge und schaut gelegentlich deshalb aufs Zeichenblatt. Mit der Zeit spielt sich so eine Mischung aus konstruierendem Wissen und beobachtenden Blindzeichnen ein.



Buchempfehlung des Abends (und der künftigen Stunden):

Berit Hildre, Kopf&Gesicht, Modellieren mit Ton, Hanusch Verlag, 14,80 €

Die Vorlagen zum Selbstbau des Augenmodells sind aus dieser Ausgabe entnommen. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich die Kopioern hier leider nicht posten, wer aber die Unterlagen nochmal brauchen sollte, möge mich bitte darauf ansprechen oder eine mail schreiben!

Meiner Meinung nach ist diese Methode der beste Weg, die oft komplexen Zusammenhänge der Einzelheiten des Kopfes im wahrsten Wortsinn zu begreifen
Die Ergebniss des Abends haben das ja deutlich gezeigt!






21.5.12 -  Mund


Keine Folien habe ich am 21.5.12 vorgestellt!

Nach dem deutlichen Erfolg der Modelliermethode am 14.5., haben wir dies gleich und ohne weiteren theoretischen Ballast mit dem weitaus komplexeren Geschehen im Mundbereich noch einmal versucht.
Die Methode mag auf den ersten Blick umständlich oder zeitaufwändig erscheinen, aber die Modellier- und Zeichenergebnisse des Abends sprechen für diese Mühe.

Ich habe ganz kurz an der Tafel demonstriert, wie die Maß- und Winkelverhältnisse (im Idealfall!!!) zu sehen bzw. beobachten sind - aber immer wieder mache ich darauf aufmerksam, dass die Beobachtung an realen Menschen eine ungeheure Vielfalt und Varianz zeigt, die für das Portraitzeichnen unumgänglich ist - die Beobachtung meine ich natürlich. Kein Mund ist wie der andere.
Neben dem Wissen um die Maßzusammenhänge und der blindzeichnenden Beobachtung anderer Menschen, ist ein häufiges Zeichnen des eigenen Spiegelbildes eine sehr hilfreiche Übung, sich mit dem Kopf- und Portraitzeichnen auseinander zu setzen. Das hat seltenst etwas mit Eitelkeit zu tun - im Gegenteil, ist geradezu deren Therapie ;-)

Wir haben schnell dabei begriffen, dass das komplexe Zusammenspiel der umgebenden Muskeln im Mundbereich ein sehr grosses Spektrum an Formen und damit verbundene Ausdrücke verursacht. 
Der Mund ist also durchaus komplexer als z.B. das Auge und alles andere als nur eine Wort- und Speiseluke unter der Nase....

Unsere Übungen sind erst der Beginn des Beobachtens, wie ein spezifischer Ausdruck eines Gesichtes zu Stande kommt. Das ist - wie immer klarer wird - ein überaus komplexes Phänomen, dem man sich nur durch diese in die Einzelheiten gehenden Modelle allmählich nähern kann.



Mit dieser raschen und vor allem völlig übertriebenen Skizze habe ich darauf aufmerksam gemacht, wie sehr gebogen die Mundzone ist. Der Blick von unten auf den Unterkieferbereich eines Schädels zeigt eine starke Hufeisenform - die ihre verzerrende, verkürzende Wirkung auf die den Mund formenden Muskeln, Gewebe und allerlei mehr hat...


Dies zeigt die Zusammenhänge der Muskelstrukturen um den Mund herum




Wie versprochen hier wiederum eine Zeichnung aus meinem Skizzenbuch, wie immer Tusche und Feder auf Papier, ca. 20x20 cm:





Ergebnisse des Abends:










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