war es, sich noch einmal auf den rationalen Aspekt des Menschenfigurzeichnens zu konzentrieren, den wir in unserem Zeichenritual als Schritt 3 kennengelernt haben.
Wir haben anhand der Stehposen noch einmal wiederholt,
- welche die Figur gliedernden Abschnitte existieren,
- wie die von mir so genannte Hüllform der Figur (die grob vereinfachte und nur mit Geraden gezeichnete Form der Silhouette) aussehen könnte. Diese beinhaltet alle Binnenformen und ist genau genommen der elementare Ausdruck, die grundlegende Gestalt der Form. Hier ist die Pose der Figur auf den Kern gebracht. Und ist damit Kern der Maße (Höhe zu Breite) der Form. Wenn diese Gestalt nicht stimmt, passt in jedem weiteren Schritt von vornherein nichts wirklich...
- Dann haben wir uns noch einmal die grossen Massen der Binnengliederung in ihrem Grössen- und Raumverhältnis zueinander angeschaut
Der Rest des Abends galt dem Anwenden, Üben, Schauen und Zeichnen. Das Wort vergleichendes Sehen = Messen trau ich mich nur noch hier zu schreiben, weil am Zeichenabend ausgesprochen löst das Wort "Messen" komischerweise gleich den "Dipfelesschissreflex" aus. Ich spreche aber von einer Art von Maß, wie sie im Jazz gebräuchlich ist: kann, muss aber nicht perfekt passen...Denkt bei diesem Stadium des Menschenzeichnens also lieber an meinen Kontrabassistenvergleich.
Nächste Stunde gibt es keine neuen Impulse, sondern hauptsächlich Praxis, d.h. wir gehen an das Gesamtpaket unseres sog. "Zeichenrituals".
Folien des Abends:
Die folgenden Folien stammen aus einer Dokumentation zur Art und Weise, wie bis ins 19 Jh. an Akademien das Zeichnen von Menschen aussah. Bitte nehmt es in erster Linie als Info und Hinweis und denkt nicht, dass das jetzt, hier und heute so ohne Weiteres einfach umsetzbar wäre. Das ist ein hohes Hand- und Kopfwerk und braucht, so man es überhaupt noch heute braucht und will, seine Zeit.
Aber die Grundkonzeption ist immer noch relevant. So schult man sein rationales Urteilsvermögen und lernt Formen zu erkennen und kritisch zu betrachten - was Grundlage jeder Art von Gestaltung sein sollte...
PRAXIS



























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